Preisverleiuhung Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2025 im Allianz Forum in Berlin

Preisverleihung Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis

Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen zeichnete am 12. September 2025, im Allianz Forum in Berlin die besten Arbeiten im Wettbewerb Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2025 aus. Unser Projekt "Grüner Bunker St. Pauli" erhielt die Auszeichnung in der Kategorie "Pflanzenverwendung". Felix Holzapfel-Herziger, Mareile Bleßmann und Pflanzplanerin Ingrid Gock nahmen den Preis entgegen: die Skulptur "ARLA" des Künstlers Jan Köthe.

Beim Festabend des bdla in Berlin begrüßte Präsident Prof. Stephan Lenzen rund 500 Gäste. Er unterstrich, wie sehr der inzwischen zum 17. Mal ausgelobte Wettbewerb die besondere Kompetenz der Landschaftsarchitektur sichtbar macht: komplexe räumliche, kulturelle und ökologische Aufgaben verantwortungsvoll zu lösen. Über Jahrzehnte hinweg hat sich der Preis zu einem Schaufenster für die öffentliche Wahrnehmung des Berufsstandes entwickelt. 2025 beeindruckte besonders die Vielfalt und Präzision der eingereichten Arbeiten – von neuen Freiräumen bis hin zu Transformationsprojekten.Die Jury vergab einen Hauptpreis und neun Auszeichnungen in den  Kategorien:
- Öffentlicher Raum
- Wohnumfeld/Arbeitsumfeld
- Pflanzenverwendung
- Junge Landschaftsarchitektur
- Konzepte für Natur und Stadt
- Sport, Spiel, Bewegung
- Bauen im Bestand/Historische Anlagen
- Klimaanpassung/Klimaschutz
- Reifeprüfung – Projekte, 20 Jahre und älter (Fertigstellung vor 2005)

Juryurteil zum Projekt "Grüner Bunker St. Pauli":
Der begrünte Bunker im Herzen der Elbmetropole erweist sich als eine gestalterisch wie funktional optimal abgestimmte Zusammenstellung von Pflanzen, die von Jahr zu Jahr mehr mit dem Betonbunker verschmelzen werden und so tatsächlich ein Stück Stadtnatur entstehen lassen. Selbstverständlich ist ein derartiges Projekt nicht ohne raffinierte Technik möglich: ein Großteil des anfallenden Regenwassers wird zwischengespeichert und zur Bewässerung verwendet. Doch das hier umgesetzte Pflanzkonzept präsentiert sich bei genauerem Hinsehen nicht nur als erstaunlich artenreich, sondern basiert auf dem Lost-Place-Prinzip: Welche Pflanzen sind in Lage, sich an und auf verlassen Gebäuden von selbst wieder anzusiedeln, sich quasi ein Stück Land zurückzuerobern? Verbunden mit Erfahrungen aus rund 50 Jahren Bauwerksbegrünung ist eine Bepflanzung entstanden, die nicht nur Wind und Strahlung trotzt (zum Beispiel durch gedrungenen Wuchs, kleinen Blättern, Wachsschichten und Behaarung), sondern der durch unterschiedliche Altersstufen von Beginn an auch eine gewisse natürliche Dynamik innewohnt. „Lehrmeister“ für die Platzierung der Pflanzen waren nicht selten vergleichbare Naturstandorte. Eine endscheidende Rolle spielen (über-)hängende Pflanzen und sorgen ungeachtet zahlreicher Fenster und begrenzter Pflanzflächen und -tröge für ein weithin sichtbare grüne Erscheinung. Dass die Kombination aus Dach- und Fassadenbegrünung auch noch einen 1.400 Quadratmeter großen Dachgarten „behütet“, der selbst aus 4.700 Gehölzen und 16.000 Stauden besteht und sich die begrünte Gesamtfläche über 10.000 Quadratmeter summiert, sind natürlich beeindruckende Zahlen. Letztlich ist es jedoch die wegweisende Qualität der Pflanzenverwendung, die das Projekt zu einem herausragenden Beitrag macht."
Fotos: manuel frauendorf fotografie (3), privat (1)
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